HOTLINE: 01805 / 11 00 40 14ct/min aus dem dt. Festnetz
Häufige Fragen | Rückruf-Service | Kontakt / Unterlagen

Wissenswertes zum Thema Fußbodenheizung

Montag, 13. November 2017 um 10:47 Uhr

heizungssystemEndlich Schluss mit der Fußkälte, das verbinden die meisten mit dem Stichwort Fußbodenheizung. Was ebenfalls als großer Vorteil zu werten ist, das sind die hohe Energie-Effizienz und das gesunde Raumklima durch diese Art der Heizung. Wer dies überzeugend findet und den Einbau einer Fußbodenheizung beziehungsweise den Umbau der vorhandenen Heiztechnik erwägt, findet im Folgenden wichtige Hinweise dazu.

Heizkosten einsparen

Die homogene Aufheizung des gesamten Raumes über den Boden vermittelt ein ganz anderes Wärmegefühl als beispielsweise der Heizkörper an der Wand. Beim Heizkörper an der Wand steigt die Warmluft nach oben und beginnt an der Zimmerdecke mit einer Konvektion, die die kühle Luft nach unten treibt. Im Zusammenspiel mit der Zugluft unter den Türen wird eine ständige Fußkälte konserviert, die einen veranlasst, den Heizkörper weiter aufzudrehen.
Im Ergebnis wird eine Raumtemperatur um 19 Grad, die sich durch eine Fußbodenheizung eingestellt hat, ebenso warm empfunden wie die Temperatur um 21 Grad durch eine andere Heizart. Diese Temperaturdifferenz von nur circa zwei Grad macht sich im Geldbeutel sehr stark bemerkbar.
Dies liegt vor allem an der Nichtlinearität der Heizkosten. Die Temperaturerhöhung von 21 auf 22 Grad erfordert wesentlich mehr Energie als die Temperaturerhöhung von 18 auf 19 Grad, gerade dann, wenn draußen bereits Frost herrscht, also der Temperaturunterschied zur Außenwelt recht groß ist.

Allergikern geht es bei einer Fußbodenheizung besser

Im Abschnitt „Heizkosten einparen“ wurde bereits von der Konvektionsströmung durch einzelne Heizkörper gesprochen. Diese Form des Luftzugs wirbelt deutlich mehr Pilzsporen und Staub auf als der langsame, laminare Luftaufstieg über einem moderat warmen Fußboden.

Es gibt zwei Arten von Fußbodenheizungen

Bei der Warmwasserfußbodenheizung fließt warmes Wasser durch einen Schlauch, der im Boden schlingenförmig verlegt wurde. Als etwas nachteilig wird hierbei die relativ lange Vorlaufzeit bis zur Raumerwärmung angesehen und, dass es bei einer Beschädigung des Systems zum Wasseraustritt kommt.
Die Alternative ist eine elektrische Fußbodenheizung, die aber mit deutlich höheren Betriebskosten verbunden ist. Wer die Fußbodenheizung nachrüsten möchte, hat mit der elektrischen Variante weniger Aufwand. Beim Um- beziehungsweise Einbau, wird sie gleichmässig wie ein Teppich auf dem Estrich ausgerollt und danach einfach überfliest.

Reden wir auch ehrlich über die Kosten

Da ist zunächst die Größe des Raums, die dabei eine ganz wesentliche Rolle spielt. Bei einer Warmwasserfußbodenheizung reicht die Kostenspanne ganz grob abgeschätzt von 30 bis 70 Euro pro Quadratmeter. Die elektrische Variante kostet in etwa 40 Euro pro Quadratmeter. Im Grundsatz gilt aber, dass der (relative) Quadratmeterpreis umso geringer ausfällt, je größer die Gesamtanlage konzipiert ist, also je mehr Fußbodenfläche am Ende beheizbar sein wird.

Eine gute Beratung zahlt sich aus

Ein Betonestrich eignet sich als Untergrund für die Fußbodenheizung besonders gut. Seine relativ hohe Wärmekapazität stellt zum einen eine gute Isolierung nach unten hin dar, zum anderen gewährleistet sie einen recht langen Nachheizeffekt. Da der Kleber zum Verlegen der Komponenten der Heizung leicht und schnell in den Porenraum des Estrichs einzieht, empfiehlt es sich, den Estrich im Vorfeld mit einem Tiefengrund zu behandeln. Über der Fußbodenheizung wird dann eine ungefähr fünf Millimeter starke Ausgleichsmasse aufgebracht, um darauf schließlich das Laminat, das Parkett, das Linoleum, die Fliesen oder den Teppichboden zu verlegen. Diese Ausgleichsmasse verfügt über eine für die Fußbodenheizung optimale Wärmekapazität, sodass dadurch eine sehr gleichmäßige Wärmeverteilung gewährleistet und eine Überhitzung der Anlage ausgeschlossen ist.

Kleiner Tipp:
Nicht jeder Teppichboden, insbesondere dicke, wärmeisolierende Produkte, eignet sich für die Fußbodenheizung.

Kombination der Fußbodenheizung mit einer Wärmepumpe

Die Wärmepumpe funktioniert ungefähr wie ein "umgekehrter Kühlschrank" und entnimmt dem eigentlich kühlen Boden oder der Luft Wärmeenergie. Es hat sich in der Praxis sehr bewährt, die Wärmepumpe, mit einer Fußbodenheizung zu kombinieren. Mithilfe der Wärmepumpe, die übrigens noch bei Temperaturen um -20 Grad Celsius Energie bereitstellt, lässt sich in etwa die Hälfte der laufenden Heizkosten einsparen. Der Erwerb und die Installation einer Wärmepumpe werden wegen der damit verbundenen CO2-Einsparung über die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) staatlich gefördert. Auch zu diesem Thema lohnt es sich sehr, uns zu kontaktieren.

 

(Bildmaterial: © Digitalpress - Fotolia.com)

 
© 2019 VIVA MASSIVHAUS GmbH