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Herbst und Winter nahen - Wie können Sie Heizkosten sparen?

Montag, 25. September 2017 um 12:21 Uhr

Überall ist der Klimawandel ein Diskussionsthema. Kaum zu diskutieren ist aber die Tatsache, dass sich in Mitteleuropa die Heizperioden verlängern. Die Heizung wird immer früher ein- und später ausgeschaltet. Das hängt damit zusammen, dass zwar die jährliche Durchschnittstemperatur steigt, sich im Mittel der verschiedenen Jahreszeiten jedoch angleicht. Die Winter sind milder, die Sommer kühler.

Heizkosten erhöht

Längere Heizperioden zehren am Budget


Wie lassen sich Heizkosten effektiv reduzieren? Der erste Schritt dazu beginnt beim Einkauf. Wer seinen Heizöltank, das Erdgas oder auch Holz erst zum Wintereinbruch kauft, bezahlt deutlich mehr als der Hausbesitzer, der bereits im Sommer seine Vorräte an Brennstoffen auffüllt. So lag etwa Heizöl, nach wie vor der meistgenutzte Brennstoff, im Juni 2017 bei rund 50 Euro pro 100 Liter. Im August desselben Jahres stieg der Preis bereits auf 58 Euro.

Aber auch im Haus selbst bestehen Möglichkeiten, die Heizkosten zu senken. Wer in einem modernen Passivhaus wohnt, muss sich um die Dämmung und damit um entweichende Heizwärme kaum Gedanken machen. Im aktuellen Immobilienbestand der Bundesrepublik sind Passivhausbesitzer jedoch in der Minderheit. Tatsächlich wurden über 80 % aller Wohnimmobilien in Deutschland vor dem Jahr 1990 errichtet. Rund 30 % sogar vor 1948 und der weitaus größte Teil dieser Häuser wurde bisher noch keiner Sanierung unterzogen.

Für Hausbesitzer, die an ihren Wohnimmobilien bisher keine wärmedämmenden Maßnahmen vorgenommen haben, lohnt es sich, einen Fachmann zu beauftragen, der von dem jeweiligen Gebäude an einem kalten Tag eine Infrarotaufnahme macht. Die zeigt deutlich die Schwachstellen, meist Fenster und Türen, aber auch sogenannte Kältebrücken in der Konstruktion.

Heizkosten auf schnellem Wege sparen


Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen wie der Austausch von Fenstern und Türen oder die Anbringung einer Außendämmung sind in der Regel zeitaufwendig. Wenn der Winter bereits vor der Tür steht, können allerdings auch kleine Lösungen helfen, die Heizkosten zu senken. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Heizkörper in den Räumen der Wohnung oder des Hauses nicht zugestellt sind. Ein Sofa oder ein Schreibtisch direkt vor der Heizung mag direkte Wärme bringen, sorgt jedoch dafür, dass sich die erwärmte Luft im Raum nur schlecht verteilen kann. Die Wärme staut sich am Heizkörper, und wenn dieser mit einem Thermostat ausgestattet ist, schaltet dieser die Heißwasserzufuhr ab, auch wenn der Raum selbst die gewünschte Temperatur noch nicht erreicht hat. Das führt oft dazu, dass die Nutzer wiederum den Thermostatregler nach oben drehen, um die gewünschte Wärme zu erhalten.

Thermostate sind ein gutes Stichwort. Moderne Heizkörperthermostate können dabei helfen, ordentlich Heizkosten zu sparen. Die Investitionen dazu sind relativ gering und amortisieren sich schnell. Noch ein Tipp zu den Heizkörpern: Sie sollten regelmäßig, zumindest einmal jährlich, entlüftet werden. Dies gilt vor allem für ältere Bauarten.

Schwachstelle Fenster als Heizkostenfresser


An den Fenstern eines Hauses geht die meiste Wärmeenergie verloren, was sich natürlich unmittelbar auf die Heizkosten auswirkt. Ist ein Austausch noch nicht vorgesehen, kann zumindest die Dichte des Fensterrahmens und der Fensterflügel erhöht werden. In einer Sichtprüfung kann festgestellt werden, ob der Rahmen noch gut in der Fensteraussparung eingepasst ist. Risse und Spalten am Übergang vom Mauerputz zum Rahmen deuten auf undichte Stellen hin. Hier hilft bereits der Einsatz von Silikon, um dem Wärmeverlust vorzubeugen. Verzogene Fensterflügel sind ebenso ursächlich für den Verlust von Heizenergie. Bis auf wenige Ausnahmen lassen sich Fenster aus Holz, Aluminium oder Kunststoff jedoch nachstellen. Das sollte allerdings dem Profi überlassen werden. Ebenso verhält es sich mit dem Austausch der Fensterdichtungen, die meist aus Gummi oder Kunststoff gefertigt sind. Mit den Jahren werden diese spröde und verlieren ihre Dichtungsfähigkeit.

Übergänge zum Dachboden und zum Keller als Schwachstellen


Ein Wohnhaus besteht in der Regel aus Wohn- und Nutzraum, wobei der Nutzraum meist nicht beheizt wird, etwa der Keller oder der Dachboden. Die Zugangstüren zu diesen Bereichen werden bei der kurzfristigen Wärmedämmung aber oft nicht berücksichtigt. Dabei genügen mitunter schon ein Dichtungsklebeband und eine Türbürstendichtung, um die Zugluft abzuhalten. Diese beiden Mittel sollten ebenso an der Haus- oder der Wohnungstür zum Einsatz kommen.

Letztlich stellt sich noch die Frage nach dem persönlichen Wohlempfinden. Für die einen ist ein Raum total überheizt, für die anderen gerade richtig. Das Bundesumweltamt empfiehlt beispielsweise für das Wohnzimmer 20 bis 23 Grad, für das Schlafzimmer 17 bis 20 Grad. Wenn Sie nun gegenüber der Familie oder Mitbewohnern argumentieren müssen, dass die Raumtemperatur besser gesenkt werden sollte, darf ruhig erwähnt werden, dass sich so Heizkosten einsparen lassen, aber darüber hinaus etwas kühlere Räume auch der Gesundheit förderlich sind, denn die meisten bekannten Bakterien und Viren vermehren sich am besten bei Temperaturen von 25 bis 40 Grad Celsius.

 

 
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