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Grundstückskauf: Darauf sollten Sie achten!

Mittwoch, 28. März 2018 um 12:54 Uhr
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Baugrund ist ein knappes Gut. Vor allem in dichter besiedelten Regionen und den Ballungsgebieten von Großstädten fallen Kaufpreise tendenziell sehr hoch aus. Für zukünftige Bauherren erschweren diese Voraussetzungen die erfolgreiche Suche nach einem geeigneten, finanzierbaren Grundstück.

Der Blick schweift automatisch hin zu günstigen und langfristig tragbaren Alternativen. Doch auch dort lauern potenzielle und vor allem für Anfänger unsichtbare Gefahren. Vor der Investition in einen brauchbaren Bauplatz sollten angehende Hausbesitzer die folgenden Ratschläge für den Erwerb von Bauplätzen verinnerlichen.

Lage und Anschluss als unveränderliche Basis

Wie auch immer der geplante Bau aussehen wird, die Lage sowie Anbindung an den Verkehr und interessante Orte der Umgebung lassen sich im Nachhinein nicht mehr verändern. Fällt die Entscheidung zugunsten eines Grundstückes, sind Vor- und Nachteile in dieser Beziehung schlicht hinzunehmen. Selbstverständlich lassen sich Grundstückseigentümer beim Verkauf dieser wichtigen Eigenschaften bezahlen.

Gleichzeitig gilt sie aber auch als wertbeständige Charakteristik und macht die Immobilie später attraktiv für den Wiederverkauf oder die Vermietung. Privatpersonen auf der Suche eines neuen Eigenheims sollten deshalb ihre Ansprüche bezüglich der Lage und Infrastruktur genau abwägen. Der Standort beeinflusst zusätzlich das Ambiente und die damit einhergehende Lebensqualität.

Soziale Brennpunkte, Nähe zu öffentlichen Verkehrseinrichtungen wie Bahn, Flughäfen oder zu industriellen Anlagen drücken den Preis und gelten als Belastungsmerkmal. Ebenso steigt das Risiko auf Wasserschäden bei Flüssen in unmittelbarer Nachbarschaft. Starke Hänge erfordern zusätzliche Sicherungsmaßnahmen, die sich in den Baukosten niederschlagen.

Größe, Boden und Altlasten berücksichtigen

Ein sich zu stark absenkendes Haus gilt als Albtraum für viele neue Hausbesitzer. Die Beschaffenheit und Zusammensetzung des Bodens gilt hier als Schlüsselmerkmal. Steinige Böden erfordern etwa zusätzlichen Aufwand bei der Aushebung. Dafür gewähren diese eine äußerst stabile Tragfähigkeit, erschweren aber die Bepflanzung von Gartenanlagen. Lehm und Ton genügen in der Regel für normale Wohnhäuser, können aber bei starken Regenfällen Probleme verursachen.

Das Regenwasser versickert deutlich schlechter und macht die Installation von Versickerungsschächten notwendig. Komplizierter verläuft die Beurteilung von bereits gebrauchten Grundstücken, die zum Beispiel von einem Betrieb als Lagerstätte Verwendung fanden. Alte Schuppen oder überschüssiges Mauerwerk stehen dem Bau möglicherweise im Weg.

Deren Entfernung kostet zusätzlich Geld. Besondere Vorsicht ist bei Altlasten im Erdreich angeraten. Schadstoffe von heute unzulässigen Baumaterialien oder mit Öl kontaminierte Böden stellen ein gewaltiges Hindernis dar und erfordern eine grundlegende Sanierung. Im Zweifelsfall verschafft ein Bodengutachten über die Beschaffenheit Gewissheit. Bei der Wahl der Hausgröße gilt immer ein Mindestabstand von 3 Metern (Bebauungsgrenze) zum Nachbargrundstück einzuhalten. Soll noch eine Gartenanlage hinzukommen, erhöht sich der Flächenbedarf beträchtlich abhängig von den persönlichen Wünschen.

Allgemeine und zusätzliche Kosten

Mit dem einmaligen Erwerb eines Grundstückes gelten die Kosten noch nicht als abgedeckt. Berücksichtigung bei der Kaufentscheidung sollten auch der finanzielle Aufwand für Grundbucheintrag, Grunderwerbssteuer und Notargebühren finden. Abhängig von Bundesland schwankt die Grunderwerbssteuer zwischen 3,5 und 6,5 Prozent. Bei fehlender Vermessung erwartet Bauherren nochmals eine Gebühr von etwa 1.000 Euro.

Zusätzlich verlangen Makler bei erfolgreicher Vermittlung eines Bauplatzes ihren Anteil für geleistete Dienste. Zwischen 3 und 6 Prozent Courtage (ohne Mehrwertsteuer) fließen vom Kaufpreis allein in deren Taschen. Völlig unbenutztes Gelände ist zudem häufig noch nicht erschlossen. Die Hausanschlusskosten machen einen beträchtlichen Teil der Baunebenkosten aus. Hierfür werden nochmals mehrere tausend Euro an Gebühr fällig.

Je nach Lage varrieren die Kosten für dieses Vorhaben. Aus diesem Grund gilt es als preiswerter, bereits erschlossenes Gelände zu bevorzugen. In diesem Fall sind alle essenziellen Versorgungsleitungen zum Haus wie Kanalrohre, Kabelleitungen für Telekommunikation und Stromversorgung bereits eingerichtet. Üblicherweise sind die Arbeiten dafür bereits im Grundstückspreis inkludiert. Starker Baumbewuchs erfordert zusätzliche Gegenmaßnahmen, sofern dieser die Errichtung des Gebäudes behindern.

Behördenauflagen und eigene Vorstellungen abstimmen

Nicht jede Art von Immobilie darf auf einem beliebigen Grundstück errichtet werden – selbst wenn der Baugrund die notwendige Beschaffenheit besitzt. Auflagen der zuständigen Baubehörde schränken die Gestaltung des Traumhauses ein.

Abhängig vom Baugebiet herrschen hier unterschiedliche Bedingungen, die den Grundstückkauf ebenfalls beeinflussen. So dürfen zum Beispiel Hausgrößen und Baumaterialien nicht von den offiziellen Vorgaben abweichen. Fehlen hier klare Richtlinien, dienen meist die in der Umgebung typischen Bauten als Orientierungspunkt. Exakte Informationen über diese Voraussetzungen sind im Baulastenverzeichnis der zuständien Baubehörde einsehbar.

Vorsicht sollten Bauherren außerdem bei Eintragungen im Grundbuch bezüglich bestimmter Nutzungsrechte walten lassen. Darunter fallen Wege sowie Überfahrtsrechte oder Leitungen für benachbarte Gebäude oder Anlagen. Über deren Gebrauch haben Grundstückbesitzer ansonsten keinerlei Handhabe.

Eine Übersicht unserer aktuellen Grundstücke finden Sie hier.

 
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